Spazierfahrt nach Neubrandenburg
Es ist 03:00 Uhr und der Wecker klingelt nach sagenhaften drei Stunden Schlaf ging es dann raus aus den Federn, um erst mal einen Kaffee zu vertilgen und einigermaßen wach zu werden.
Gesagt, getan.
Gegen viertel vor 4 kam dann auch schon die gute Dame an, mit der es zur besagten Stadt gehen sollte, denn es mussten ein paar Sachen abgeholt und ein Tattoo-Termin für Sie wahrgenommen werden.
Es liegen ca. 540 Km Strecke sowie gute 5h Fahrtzeit vor uns, was mit einem Korb voller Fressalien und koffeinhaltiger (harndrängender) Getränke aber gut überstehbar war.
Die Fahrt ansich war keine große Sache, wenn man davon absieht, dass der Wagen fast kein Öl mehr hatte (sind mit Ihrem Auto gefahren; toller Wagen) und das schleunigst nachgefüllt hatten.
Der wirklich anstrengende Teil der Fahrt war das Reststück über die B96, denn hier hatte man lauter LKW, Busse und Sonntagsfahrer vor sich gehabt, die am Geduldsfaden nagten.
Aber auch das ging alles vorbei und wir fanden uns ca gegen 09:00 Uhr bei strahlendblauem Himmel in Neubrandenburg wieder, wo wir uns in der Innenstadt auf dem Marktplatz einen Parkplatz sichern konnten.
Da der Termin nun aber um 11:00 Uhr war (und die vorher eh geschlossen hatten), entschieden wir uns einmal den Stadtkern anzusehen. Dieser war noch mit der alten Stadtmauer umzogen, in welcher sich an einigen Stellen schöne Fachwerkhäuser befanden und sehr idyllisch wirkten.
Auch die mit hellen Pflastersteinen gepflasterte Straße war ein schöner Anblick mit den alten Häusern darum und die Aussichtsetage im 14. Stock des am Markt befindlichen Hochhauses ist auch eine Empfehlung wert.
So gab es einen kostenlosen Rundüberblick über Neubrandenburg.
Vor dem Termin haben wir das Studio noch gesucht und sind blindlinks daran vorbei gerannt ![]()
Jedoch konnte uns ein junger, alternativ wirkender und sehr freundlicher Mitarbeiter eines Mobilfon-Geschäfts weiter helfen bzw. unser Wissen mit der Adresse nochmals bestätigen und bei genauem Hinsehen haben wir das Studio dann auch gefunden, sodass wir immer noch ein wenig Zeit totzuschlagen hatten. Dagegen gab es noch einen Kaffee und dann ging es endlich zum ersehnten Termin; doch schon hier die Enttäuschung. Der zuständige Tätowierer hatte am Vortag noch irgendwas wichtiges zu tun bekommen – was auch immer – und war deshalb nicht da, sollte gegen 15:00 Uhr da sein und wird sich melden, wenn wir die Telefonnummer hinterlassen.
Schön wenigstens, dass er seine Termine nicht absagen kann, denn es klang nicht nach einem spontanen oder überhaupt einem Notfall.
Also zurück zum Auto und erstmal – nichts tun, denn der Termin war geplatzt und die sachen konnten wir noch nicht abholen. Etwas Erholung und Schlaf war angesagt, schließlich war man ja schon lange wach.
Das wurde mir dann aber auch zu doof, denn ich habe keine Lust so viel unterwegs zu sein und dann nichts zu machen. Daher beschloss ich kurzerhand, dass wir an den Tollensesee fahren.
War mit dem Auto schnell erreicht und wir fanden eine schöne Anlage vor, wo wir einen ruhigen Platz fanden, an den man sich setzen und das Wetter genießen konnte.
Nach einem delikaten Sandwich ging es noch mal zurück zum See und anschließend die Sachen abholen, was soweit (Navi sei dank) gut verlief. Anschließend wollten wir noch mal beim Tätowierer vorbei schauen, da der sich nicht gemeldet hatte und es bereits viertel vor 4 war – zumal wir eh noch eine ca. 5 stündige Rückfahrt vor uns hatten.
Am Laden angekommen durften wir feststellen, dass trotz Geschäftszeit abgeschlossen und keiner da war.
Toller Laden und es hat sich auch in den letzten Tagen niemand gemeldet – nicht zu empfehlen.
Blieb uns dann auch nicht viel übrig als die Heimreise anzutreten die nicht zu spektakulär war…außer, dass etwas auf der gegenüberliegenden Fahrbahn der A2 etwasg gebrannt hat und daher ein riesiger Stau herrschte.
Alles in allem ein verrückter, aber netter Tag