“real,- ©” –» get real!

Heute traf uns nicht nur der hitzemäßige Hammer, sondern auch der Umgangssprachliche. Denn eine Freundin von mir hat sich vor knapp einem Jahr bei diesem Warenhaus ein Fahrrad für 150 € gekauft, welches nun bei normalem Gebrauch schon einen nicht vertretbaren Verschleiß im Bereich der Gangschaltung aufweist. So ist es nun nicht mehr möglich in die ersten Gänge zu schalten, um somit bei stärkeren und/oder starken Steigungen mit weniger Widerstand in die Pedalen zu treten.

Was macht man also, wenn man noch einen Beleg und Gewährleistung hat? Natürlich, man macht von dieser Gebrauch  und bringt es zum Händler zurück. Doch hier lag schon das erste Problem, denn der hiesige real hatte schon vor Monaten seine Pforten schließen müssen und der Nächstgelegene befindet sich in Espelkamp, was von hier aus auch gute 25Km Strecke sind.

Also rief sie heute Morgen auf der allgemeinen Servicehotline an, schilderte das Problem und Ihr wurde erzählt, dass sie das Rad noch am selbigen Tag hinbringen sollte, da am nächsten Tag der Techniker kommt und es abholen würde.

Also Fahrrad in’s Auto gepackt und noch schnell nach Espelkamp gefahren, wo uns am Serviceschalter auch gleich ein Kollege aus der Technik beordert wurde, während wir das Rad aus dem Kofferraum holten. Als wir diesem Menschen ebenfalls das Problem schilderten, meinte dieser fast beiläufig und lapidar, dass der Techniker morgen wohl nicht käme und das Rad allenfalls nächste Woche fertig gemacht werden könne.

Frei nach dem Motto “Tja, pech ebend.”. Klar, ist das nicht sein Problem und wir haben auch kein großes Mitgefühl erwartet, aber das Ganze mit dieser Attitüde rüber zu bringen ist auch nicht die feine Art.

Es wäre auch alles nicht so schlimm, wenn wir nicht

  1. am Sonntag schon nach Köln radeln wollen würden und das Rad daher schon eher benötigen
  2. wenigstens bescheid bekommen hätten (Nr. war ja bekannt), dass der Techniker eben nicht kommt
  3. deswegen 50Km für nichts gefahren wären

Eine Beschwerde an der Hotline deswegen wurde damit vertröstet, dass man ja eine richtige Beschwerde einreichen könne und sich dann der Marktleiter melden würde. Als ob jemand in dieser Position bei einer Ladengröße wie dieser nichts besseres zu tun hätte als jemandem wegen einer – aus deren Sicht – Lapalie zurück zu rufen. Es würde auch nichts bringen, außer, der Techniker kommt rum und bringt das Problem in Ordnung oder ähnliches.

Bleib mir nur zu Sagen: Danke für Nichts.

Comments (4)

ollyyJuli 13th, 2010 at 21:00

Also bitte. 150 für ein Fahrrad. Wie soll da Qualität oder Service dabei sein. Und wie soll ein Supermarkt ein Fahrrad reparieren? Gute Räder und Service gibt es in Minden bei Powerslide. Aber erst so ab 600-700 Euro aufwärts.

RicoJuli 13th, 2010 at 21:11

Klar, kann ein Rad in der Preisklasse nicht mit solchen Rädern mithalten. Aber vielleicht kann sich nun mal nicht jeder für so viel Geld ein Rad leisten, mal darüber nachgedacht?

Wie ein Supermarkt es reparieren soll?
Ganz einfach: Er sendet es an die entsprechende Werktstatt und sorgt für eine Nachbesserung.
Es geht hier ja lediglich um das Prinzip, dass zugesagt wurde, dass das Rad in Ordnung gebracht wird und zwar am nächsten Tag.

Hätten wir das vorher gewusst, wären wir sicherlich gleich zu Powerslide gegangen und hätten da Geld gelassen.

HolgerJuli 14th, 2010 at 11:37

Typisch Servicewüste Deutschland. Dabei sollte es auch völlig egal sein, was man bezahlt hat. Wären die richtig gut gewesen, hätten sie dir für die Zeit ein Ersatzrad gegeben. So wie man es beim Auto auch kennt, wenn da was dran ist. Enttäuschend!

AndiJuli 14th, 2010 at 12:03

@ollyy wer nur ab und zu mal ein bisschen Radeln möchte, braucht im Leben kein Fahrrad für fast tausend Euro. Man muss seine eigenen Vorstellungen ja nicht zwingend als Maßstab sehen. Auch bei Fahrrädern für 150 Euro wird man erwarten dürfen, dass diese funktionsfähig sind oder es werden, wenn man sich beschwert.

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